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Mittwoch, 16. August 2017

Niketano a la Silla

Ich möchte euch doch nicht meinen neusten Naketano-Nachbau, einen echten Niketano vorenthalten.
Diesmal nach dem Schnittmuster  la Silla von Schnittgeflüster,  da mir Lynn doch zu weit war.

Stoff vom Stoffmarkt, selbstgedrehte Kordel, die üblichen Snappap -Label, Ösen, Taschen etc.
Das Ergebnis trägt sich super.

Donnerstag, 10. August 2017

Eigenes Drehwerk für dreifarbige Kordel (kleine Anleitung)

Da gekaufte Kordeln für Hoodies etc. oft nicht in Qualität und Farbe so sind, wie ich sie für mein Projekt gerade brauche, mache ich mir meine Kordeln einfach selbst.
Hier mal eine kleine Anleitung,  wie man sich eine dreifarbige Kordel dreht, denn dazu habe ich im Netz nichts gefunden.

1. Man nehme Baumwoll-Wolle (damit die Kordel nachher keine Fransen hat). Je Farbe nehme ich 5 Schnüre je 5 Meter lang.

2. Die 5 Schnüre jeder Farbe werden jetzt über eine Türklinke gehängt  und die losen (10) Enden verknotet. Man hat nun je Farbe ein Band mit 10 nebeneinander liegenden Schnüren von 2,50 m.

3. Jeder Farbe wird jetzt separat nach rechts gedreht. Und zwar so lange, bis man einen deutlichen Widerstand des Bandes spürt und es sich direkt kräuselt,  wenn man es etwas locker lässt.
Knifflig ist, die schon fertigen Bänder nicht wieder locker zu lassen, während man das nächste dreht. Ich stehe dann immer mit einem Fuss drauf, aber man kann auch etwas schweres draufstellen. Man muss es sich nur zu Beginn der Arbeit in Reichweite stellen.

4. Sind alle 3 Bänder bis zum äußersten nach rechts gedreht,  nimmt man alle nebeneinander in die Hand.  Die sollten jetzt ungefähr alle gleich lang sein, wenn nicht, das Längere noch mal nachdrehen.

5. Nun die 3 Bänder nach LINKS zusammendrehen, also in die entgegengesetzte Richtung wie vorher die einzelnen Farben. So bleibt die Spannung in der Kordel nachher erhalten.
Man dreht so lange bis man merkt, dass die Kordel so bleibt, wenn man sie loslässt.


6. Die Enden fixieren, damit sich die Kordel nicht wieder lockert. Man kann mit der Nähmaschine an den Enden ein paar mal drüber gehen,  das mache ich immer, auch wenn nachher beim Hoodie noch das Snappap -Ende drüber kommt.

Viel Spass beim Drehen, und Übung macht den Meister. Man kann ja erst mal ein Probestück von ca. 20 cm oder so machen.
Und das Ergebnis ist eine individuelle Kordel in gewünschter Qualität.
Meine Kordel ist ca. 1,70m lang geworden, wobei ich für einen Hoodie 1 bis 1,20m brauche. Vielleicht reicht dann auch eine Ausgangslänge von 4m je Schnur, aber ich habe lieber zu viel als zu wenig.

Hier mein heutiges Ergebnis,  mit dem ich eine gekauft Sweat-Jacke etwas aufhübschen will:

Dienstag, 21. April 2015

Eine Übergangsjacke aus Fleece

Einer von Schnabelinas genialen Schnitten ist (Mini) JaWePu. Ein Schnittmuster aus dem sich entweder eine Jacke, Weste oder Pullover nähen lässt. Ich hatte noch viel roten Fleece vom Ertdbeerkostüm übrig und hab mich dazu entschlossen, eine neue Übergangsjacke für die kleine aus eben diesem Stoff zu nähen.


Ich hab sie ohne Taschen genäht und mit Druckknöpfen geschlossen. Leider hatte ich nicht mehr genug Druckknöpfe vorm ersten Tragen *räuser* Aber dadurch, dass die Jacke unter einer Weste sitzt, die wiederum mit einem Reißverschluss geschlossen wird, war das übergangsweise kein Problem. Außerdem hat die Jacke einen Kragen und keine Kapuze, weil ich Kapuzen oft so unpraktisch finde und die kleine sie noch nicht "cool" findet und darauf besteht.


Die Knopfleiste habe ich einfach mit der Overlock versäubert. 


Ein toller Schnitt und Fleece näht sich wunderbar :-) Damit ab zu Creadienstag, bevor der Tag vorbei ist.

Viele Grüße,
Sanni

Sonntag, 16. November 2014

Maritimes fürs Schwesterchen

Am Wochenende war die kleine Schwester mal wieder zu Besuch und weil sie sich schon so lange ein neues Teil für den Kleiderschrank wünschte, hab ich das bereits begonnene und gut zwei Monate abgelagerte Projekt nun doch zu einem Ende geführt. Die kleine Sis hatte sich beim letzten Stoffmarkt für weiße Pünktchen auf rotem Grund begeistert und wollte diese kombinieren mit blau weiß gestreiftem Stoff. Ich war skeptisch. Ich geb's zu, bis zur Vollendung! Und nun, ja nun find ichs genial :-)


Die kleine Sis ist größer als ich und darum sind auch ihre Shirts und Pullis länger ;-) Außerdem steht sie auf extra lange Ärmel! Gesagt, getan! Die verschiedenen Raffungen entspringen auch ihrer Kreativität, die ich hoffentlich wunschgemäß umgesetzt hab. Die Kapuze ist auch eingerafft. Der Schnitt, der ist selbst entworfen. Ein normales Shirtmuster etwas erweitert im vorderen Bereich, damit wir Stoff zum Raffen haben. Die kurzen Ärmel verlängert. Die Kapuze ist entworfen nach einer Anleitung im Netz. Und die Bauchtasche ist von einem gekauften Hoodie abgemalt.


Nun bin ich gespannt, wie der Hoodie ankommt und wie gut er passt ;-)
Viele Grüße,
Sanni

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Endspurt

So, Endspurt in der letzten Mittagspause. Bündchen zugeschnitten hatte ich schon gestern, heute also nur noch drannähen.
Ich kürze die Ärmel noch ein wenig, da die Bündchen länger werden sollen und meine Maus relativ kurze Arme hat. Dann schnell mit dem Overlock-Stich drangenäht, das untere Bündchen abgesteppt, die Arme bleiben so, finde ich irgendwie besser.
Jetzt kommen die KamSnaps, meine Wahl fällt auf grau. Die habe ich da und sie sind neutral und nicht so grell wie weiße.
Ich mache keine Verstärkung drunter, mein Bündchenstoff ist relativ dick, sonst bekomme ich die Kams gar nicht durch.
Ist so auch schon schwierig, muss einen Piekser nehmen um durchzukommen.
Erst die sichtbare Reihe mit 4 Kams bestückt und dann die Gegenstücke angebracht und
TADA!!!!!!!!!!!!
Fresita ist fertig und ich bin ein bisschen von mir selbst begeistert!!!!!
Auch ich werde den noch öfter machen, in jeder Größe zumindest ein mal,und für mich natürlich auch, ich finde den Schnitt auch für Erwachsene schick.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Jetzt geht's Schnecki's Hoodie an den Kragen

haha, ich bin voller guter Laune :-) Schnecki's Fresita ist fertig!!!! Doch der Reihe nach. Zuerst habe ich den Kragen heute an den Pulli genäht. Dabei habe ich einen Streifen Mädchenstoff miteingefasst, um die Kragennaht zu verstecken. Hab ich mal bei Frau Hamburger Liebe gelesen. Wichtig ist hier die Reihenfolge der verschiedenen Stoffschichten. Die schöne Seite des Pullis liegt zusammen mit der schönen Außenseite der Kapuze. Daraufhin liegt automatisch die linke Seite des Kapuzenaußenstoffs auf der linken Seite des Kapuzenfutterstoffs. Und dann liegt auf der schönen Seite des Kapuzenfutterstoffs der Streifen. Der Streifen ist übrigens so lang wie die Kapuze +3cm (zum Einschlagen am Ende und Anfang) und hoch ca.3,5cm.

Diese 4 Schichten hab ich dann mit dem dreifachen Geradstich ca. 0,5cm neben der rechten Kante abgesteppt. So bleibt sie elastisch. Und jetzt wirds wieder tricky. Jetzt faltet man das offene Ende des lila Streifens einmal um sich und legt ihn dann um die Kante. 


Weil mein Streifen dann zum doppelten Umschlagen zu kurz war, hab ich einfach die Nahtzugabe zurück geschnitten und dann doppelt umgeschlagen. Dann wieder mit dreifach Geradstich absteppen und ich mach das meistens von außen - also nähe auf dem schönen Pullistoff.


Hier im Bild links seht ihr noch (oder zumindest wundert ihr euch), dass die zukünftige Knopfleiste schon mit einfachem Geradstich abgesteppt ist. Ich hab zur Verstärkung Nahtband aufgebügelt. Dann halten die Jerseydrücker hoffentlich länger und der Stoff reißt nicht ein. Generell hab ich fest gestellt, dass egal ob KamSnap oder Jerseydrücker - ein bisschen Verstärkung hilft immer! Natürlich kann man auch einen Baumwollstreifen zuschneiden und dazwischen legen. Aber das Nahtband hat so eine tolle Breite von 9mm und damit genau meine Umschlagslänge. Am Ende sehen die Kragennähte dann so aus:


Ja und dann passiert es natürlich wie immer. Ich fasse beim Absteppen des Kragenstreifens nicht immer die umgeschlagene Kante mit und so kann sich an manchen Stellen doch noch mal der Kragenstreifen zurückklappen. Ich bin also ein zweites Mal die Kragennaht lang gegangen. Beim nächsten Mal nehm ich gleich die neu gekaufte Zwillingsnadel. Dann sind beide Linien wenigstens schön ordentlich nebeneinander. Dann noch die Kapuze absteppen und auf Bündchen ganz verzichten. Dann bin ich also am Schritt, dass ich die Knopfleiste unterm Arm verriegele und die Jerseydrücker anbringen kann. Ich hab noch genau die 4, die ich benötige :-) Und ausnahmsweise klappen alle 8 Einzelschritte auf Anhieb. Das ist sonst immer echt verrückt. Mal guckt noch ein Zähnchen raus und ganz oft verpeile ich es einfach und hab einen Teil verkehrt herum angebracht, so dass sich Mutter und Vater nicht anschauen, sondern einer dem anderen den Rücken zu dreht :-S

Jetzt müssen also nur noch die Bündchen an Armen und Bauch dran und fertig bin ich :-) Ah, und das Label nicht vergessen *zwinker* Die Bündchen werden wie gesagt doppelt so lang, dass der Pulli noch lange mitwachsen kann. Und auch hier halte ich mich nicht an die Anleitung, denn mein Jersey ist ja kaum dehnbar. Auch die übliche Faustregel, dass mein Armbündchen immer 75% der Armweite hat, lass ich außer Acht. Ich schneide einfach 1cm weniger zu als die gemessene Breite. Dann geht noch ein bisschen Bündchenweite durch die Naht "verloren". So ist das Bündchen doch schmaler als der Ärmel, aber Schneckis Arm passt immer noch einfach durch. Auf dem folgenden Foto sieht man ein umgeschlagenes linkes und ein aufgeklapptes rechtes Bündchen.


Ich bin happy mit dem Ergebnis und vor allem mit der Farbkombi. Drei Stoffe so zu kombinieren, dass sie zusammen passen, einen Touch Mädchen aufweisen und einen nicht anspringen, fällt mir wirklich schwer! Darum mach ich das meistens nicht. Ein Kumpel aus Berlin meinte einmal, dass sich meine Pünkten mit den Streifen und den Eulen einfach nicht vertragen, egal wie sehr ich alle drei Stoffe mag!" Frecher Kerl!

Mein kleines Fazit:
  • Was hab ich genäht? Fresita in Gr 86/92 mit sehr verständlicher Anleitung
  • Abwandlungen: gefütterte Kapuze ohne Bündchen, ohne optionale Armtaschen
  • Werde ich den Pulli nochmal nähen? Auf jeden Fall! (Vielleicht auch für mich *smile*)